Richtkrone weht unterm Dach der Kita "Sonnenschein" - 11.09.2009
Wismar. "Wer will fleißige Handwerker seh´n, der muss zu unsr´rer Kita geh´n. Brett an Brett, Brett an Brett, bald ist unser Haus komplett". So sangen es gestern die Kinder der Kita "Sonnenschein" am Kagenmarkt. Bis zum besungenen kompletten Haus ist aber noch allerhand zu tun. So viel, dass "wir ganz tief in unsere Hände spucken müssen", schildert Planer Martin Wollensak vom Institut für Gebäude+Energie+LichtPlanung Wismar.
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Gestern stand ein Höhepunkt der Baumaßnahmen an, die seit Herbst des vergangenen Jahres laufen. Nach knapp einem Jahr weht nun unterm des Dach eine Richtkrone - von den Kindern und Erziehern eigens gebastelt.
Ein rund 1.9 Millionen Euro-Projekt ist die Sanierung des 1975 erbauten Hauses, mit der aufgrund vieler innovativer Ideen des Planungsbüros Energiekosten gespart werden können.
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Quelle: Auszüge - Ostsee-Zeitung 12./13.09.2009 - Jana Franke
Der Grundstein ist gelegt - 10.09.2009
Der Grundstein ist gelegt
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde zieht nach Neumühle
Schwerin-Neumühle (ckoe) Mit einem Gottesdienst hat die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schwerin gestern die Grundsteinlegung für Ihr neues Gemeindezentrum am Rande des zukünftigen Wohngebietes Mühlenscharrn gefeiert. "Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus". Diesen Satz aus der Bibel stellte Pastor Bernd Rogasch in den Mittelpunkt seiner Predigt.
Rund 1.6 Millionen Euro investiert die Baptistengemeinde in ihr neues Domizil. "Wir planen einen Flachbau mit einem Versammlungsraum, der Platz für 200 Menschen bietet", so der stellvertretende Gemeindeleiter, Manfred Burzlaff. Vorgesehen seien außerdem eine Küche, ein Büro, weitere Funktionsräume und eine Hausmeister-Wohnung.
Zum Umzug entschlossen hat sich die Gemeinde nach Angaben von Burzlaff, weil die Räumlichkeiten im jetzigen Zentrum in der Landreiterstraße in der Schelfstadt nicht mehr ausreichen. 170 Mitglieder zähle die Gemeinde mittlerweile, so der stellvertretende Leiter. Das Haus in der Landreiterstraße werde nach dem Umzug nach Neumühle die Pfingstgemeinde Arche nutzen.
Auch am Standort ihres neuen Zentrums setze die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde auf gute Nachbarschaft, betonte Pastor Rogasch.
Quelle: Schweriner Volkszeitung - 11.09.2009
Tag der Architektur 27.+28.06.2009
Am o.g. Wochenende findet der Tag der Architektur statt. In Mecklenburg-Vorpommern werden in 36 Orten 65 verschiedene Bauvorhaben von Architekten und Landschaftsarchitekten vorgestellt. Wir freuen uns über die öffentliche Präsentation des von uns mit bearbeiteten Bauvorhabens - dem Technologietransferzentrum Envelope am Solarzentrum M-V in Wietow.
Das Solarzentrum Mecklenburg Vorpommern versteht sich als Transfer- und Schulungszentrum für Solartechnologien in die ganze Welt. Entsprechende neue und wegweisende Technologien werden und sind bereits in den Gebäuden zur Demonstration und zur eigenen authentischen Nutzung implementiert.
Mit dem Neubau des Envelope Power Greenhouse (EPG) wird eine Technologie verwendet, die in besonderer Weise die Solarenergie mehrfach nutzt. Zum Einen werden im Sinne einer solaren Kraft-Wärme-Kopplung Strom, Licht und Wärme erzeugt, zum Anderen entstehen selektiv beschattete Räume, die optimale Wachstumsbedingungen für Pflanzen bieten.
Das Gebäude besteht aus einer massiven Stahlbetonmauer im Norden sowie einem hochtransparenten, gewölbten Foliendach im Süden. Das Foliendach ist ca. 70 cm über den 10 tragenden Leimholzbogenbindern aufgeständert. Im Inneren des Envelope ist eine Haus-in-Haus-Konstruktion, die aus einem Holzständergerüst besteht, das teilweise mit geschlossenen Holzwänden ausgefacht ist. Andere Felder der inneren Hülle sind ebenfalls mit den hochtransparenten ETFE-Folien bespannt, bzw. mit Mehrfachstegplatten geschlossen. In dieser Innenhülle werden mit Hilfe der Solarenergie, die als Heißwasser im Keller des Envelope in Tanks saisonal gespeichert wird, verschiedene Klimazonen simuliert.
Auszüge aus dem Begleitheft zum Tag der Architektur 2009
Technisches Landesmuseum - Grundsteinlegung am 18.05.2009
Grundsteinlegung für Museum
Ein entscheidender Schritt in Sachen Phantechnikum in Wismar ist getan: die Grundsteinlegung. Der Weg bis hierhin war lang und steinig.
Wismar Wie kann eine Woche schöner beginnen? Gute-Laune-Wetter mit jeder Menge Sonnenschein und Grundsteinlegung mit jeder Menge Visionen, die Realität zu werden scheinen. Für das Phantechnikum an der Lübschen Burg in Wismar ist gestern der Grundstein gelegt und somit symbolisch der erste Bauabschnitt eingeläutet worden.
„Ein großartiger Tag für die Stadt“, freute sich Senator Thomas Beyer (SPD), der vertretend für Wismars Bürgermeisterin Rosmarie Wilcken (SPD) vor Ort war, um die Schatulle mit einem Plan des Architekten, einer aktuellen Ausgabe der OSTSEE-ZEITUNG, mit Plänen zukünftiger Ausstellungen, einem Stadtplan und Münzen im Erdboden zu versenken. „Ein großartiges Vorhaben wurde auf den Weg gebracht. Unser größter Dank gilt dem Land Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Beyer. „Es hat mit der Förderung des Vorhabens goldrichtig entschieden.“ Immerhin übernimmt es die Hälfte der insgesamt sieben Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt. „Aber es gibt auch einen zweiten“, richtete Beyer seine Bitte an den Staatssekretär des Landesministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Sebastian Schröder, auch den Förderantrag für den nächsten Bauabschnitt zu berücksichtigen.
Der Adressat sicherte das sogar zu. „Die Grundsteinlegung ist ein erfolgreicher Schritt. Mit dem Phantechnikum ist Wismar um eine Attraktion reicher, deren Weiterentwicklung wir gern unterstützen“, so Schröder. „An diesem Ort entsteht nicht nur eine spannende Ausstellung, sondern auch anspruchsvolle Architektur, die sich gut in die bestehende einfügen wird.“ Doch der Dank seitens Thomas Beyer galt nicht nur dem Land, sondern neben dem Verein Technisches Landesmuseum e.V., der das Vorhaben beharrlich auf den Weg gebracht hat, auch der Wismarer Bürgerschaft, die bereits 2002 beschloss, dem Verein einen Teil der Grundstücksfläche der ehemaligen Kasernenanlage zu überlassen. Bis heute war es ein langer und ein steiniger Weg. Aber es ist vollbracht. Der Grundstein für das Erlebniszentrum Wismars ist gelegt und damit der weitere Verfall des bis dato maroden Gebäudes abgewendet worden.
Neben den Baumaßnahmen schläft der Verein nicht: Die Ausstellungen sind bereits in der Planung. Ende des Jahres wird es eine virtuelle Ausstellung geben, die schon 2011 Realität sein soll. Der Besucher darf sich über Wissenswertes zu den Themen Feuer, Wasser, Erde und Luft freuen, wobei Experimente für jeder Menge Spaß sorgen sollen. „Es wird ein Erlebniszentrum entstehen, das Phantasie und Technik, Sehen und Mitmachen miteinander verbindet. Informationen werden vermittelt und kreatives Handeln wird angeregt“, weiß Staatssekretär Sebastian Schröder.
Quelle: Ostsee-Zeitung, 19.05.2009 - Jana Franke
Richtfest im Wietower Greenhouse am 06.06.2008
Am Envelope Power Greenhouse im Solarzentrum MV in Wietow wurde gestern Richtfest gefeiert. Ende des Jahres soll es fertig sein.
Wietow Futuristisch mutet der Neubau – 30 m lang, 15 m breit und elf Meter hoch – auf dem Gelände des Solarzentrums an. Die sichtbare Vorderfront besteht aus einer hochtransparenten Hülle, die aufgeblasenen Luftmatratzenfeldern gleicht. Die Envelope, wie eine einhüllende Kurve bezeichnet wird, spannt sich über ein Skelett aus geschwungenen Holzpfeilern. Die Membrankonstruktion besteht aus Fluorpolymerfolie. „Sie bietet hochwertig nutzbaren Lebens- und Arbeitsraum und obendrein einen optimalen Schutz für die darin untergebrachten solaren Energiesysteme“, preist Jörn Willert, Geschäftsführer des Wismarer Planungsbüros stadt+haus, sein architektonisches Novum.
Eine handwerkliche Herausforderung stellt der Bau auch für die Zimmerer um Frank Mahler von der Firma Jantzen aus Elmenhorst bei Rostock dar. Der Vorarbeiter brachte unter der bunten Richtkrone im Innern des Hauses in zünftiger Manier den Richtspruch aus. Ministerialrat Ullrich Buchta als Vertreter des Schweriner Wirtschaftsministeriums ließ es sich nicht nehmen, dem Bauherrn Wolfgang Lüdtke, der als Bürgermeister die Kommune vertritt, eine Wein-Geschenkpackung zu überreichen. Lüdtke bedankte sich beim Projektentwickler und Ideengeber Dr. Ditmar Schmidt, Vorsitzender der Solarinitiative MV, und bei allen am Bau Beteiligten. Edda Tessmer vom Bauamt des Amtes Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen hielt an dem Fertigstellungstermin im November für den Komplex fest, der mit Fördermitteln des EU-Klimaschutzprogramms, des Zukunftsfonds des Landes sowie einem Eigenanteil der Gemeinde Lübow entsteht.
Beim Neubau der Envelope handelt es sich um die bislang erste bekannte Großanwendung für gebäudeintegrierte Langzeitspeicherung des gesamten Gebäudeenergiebedarfs aus solarer Konzentratortechnik, erklärt der Architekt. Überschüssige Energie werde in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Energiegewinnung erfolgt durch konzentrierende Photovoltaik. Durch die hohe Licht- und UV-Durchlässigkeit der Dach- und Wandfolienkonstruktion, die über 90 Prozent beträgt, wird die direkte Sonnenstrahlung auf die Solartechnik geleitet. Sie wird umgewandelt in elektrischen Strom, Wärme, Licht. Das diffuse Licht soll optimales Pflanzenwachstum ermöglichen, was später u. a. hier Palmen veranschaulichen werden. Über die intern gespeicherte Wärme wird eine ganzjährige Klimatisierung durch Heizen bzw. Kühlen gewährleistet. Im sogenannten Power Green House sollen drei Klimazonen simuliert: Subtropen, gemäßigte Zone und Tundra. Die saisonale Langzeitspeicherung der Niedrigtemperaturenergie erfolgt in neun Warmwasserspeichern mit insgesamt 360 Kubikmetern im Keller des Hauses.
Quelle: Ostsee-Zeitung, 07.06.2008 - Karin Musilinski
Eine Perle Güstrows erstrahlt in neuem Glanz (05/2008)
Das BilSE-Institut ist mit seiner Geschäftsführung und den Mitarbeitern mehrerer Projekte Anfang April 2008 in ein strahlend neues Gebäude in Güstrows Innenstadt eingezogen. Ein neues markantes Gebäude, das eigentlich ein ganz altes ist: das Haus in der Kerstingstraße 2.
Wegen seiner reichen, mindestens 500 Jahre alten Vergangenheit lag und liegt sein Erhalt vielen geschichtsinteressierten Güstrowern und Gästen der Barlach-Stadt besonders am Herzen.
Als am 23. Mai des Vorjahres im „Güstrower Anzeiger“ zu lesen war, dass sich für die Sanierung dieser vom Verfall bedrohten Perle des innerstädtischen Bauensembles ein Bauherr gefunden habe, nahmen viele diese Nachricht mit großer Erleichterung auf. Im Jahrbuch „Güstrow 2008“ sprach Gisela Scheithauer die Hoffnung aus, durch eine gründliche Sanierung des Hauses in der Kerstingstraße 2 möge es dem Bauherrn gelingen, das Gebäude „gewissermaßen zu erlösen“.
In einem Jahr sollte das marode alte Gebäude saniert und bezugsfertig, also „erlöst“ sein, so Prof. Dr. Reinhard Kastl, Leiter des BilSE-Instituts, um für die Aufgaben des Unternehmens neue, attraktive Räumlichkeiten zu schaffen. Ungeachtet mancher zweifelnder Stimme und ungeachtet mancher nicht planbarer Schwierigkeiten ist das Vorhaben gelungen. Nur knapp elf Monate nach Baubeginn zogen jetzt die neuen Nutzer ein.
Sie werden sich dem Charme, den dieses Haus mit seinen fast 20 Räumen in zwei Etagen verströmt, kaum entziehen können. Lange Fensterfronten, von Girlanden geziert, lassen viel Licht in das Haus fallen, das im Innern auf die beruhigende und Wärme ausstrahlende Wirkung von Holz setzt: Uralte Eichenholzbalken hier, mosaikartige rotbraune Holzfußböden da.
Die Liebe zum Detail bei der Innenrekonstruktion, erläutert Rainer Schätz als Bauherr, wird auch bei einem Blick auf das Äußere des hell getünchten Hauses deutlich werden: „Die Außenfassade erhielt Lampen, die von Herrn Heppelmann nach alten Zeichnungen und Mustern originalgetreu nachgebaut werden konnten.“
„Überdies wird die stattliche Eingangstür bald mit den rekonstruierten Beschlägen und dem nach historischem Vorbild nach gestalteten Türklopfer, der in den 90-er Jahren entwendet worden war, zum besonderen Blickfang werden“, ergänzt Herr Schätz.
In der Stunde des Erfolgs, sprich des Umzugs, ist es dem Bauherrn Rainer Schätz ein Bedürfnis, all jenen zu danken, die am Gelingen des ehrgeizigen Projektes beteiligt waren: „Danken möchte ich den Architekten Thomas Tydecks und Rudolf Keizer, deren Rat und Ideen maßgeblich dazu beitrugen, dass das Gebäude eine Harmonie aus bewahrenswertem Altem und moderner Nutzbarkeit vermittelt. Stellvertretend für alle am Umbau beteiligten Firmen möchte ich mich bei Herrn Osterwoldt von der Firma M-O-L bedanken für seine wertvolle Beratung bei der Innengestaltung des Hauses. Ein besonderer Dank an die Stadt Güstrow und ihre Stadtvertreter, die mir die Fördermittel gewährten, ohne die dieses Vorhaben nie hätte umgesetzt werden können.“
Nicht unerwähnt bleiben sollte jedoch: Der Erhalt der Seele des Gebäudes, von zahlreichen wunderschönen Details bis hin zum Blauen Saal oder dem beeindruckenden Foyer als prägende Elemente, war nur durch die Kombination aus Städtebaumitteln, Eigenmitteln und – nicht zuletzt – aus einer guten Portion nie erlahmendem Optimismus möglich.
„Zum Tag des offenen Denkmals, am 14. September“, kündigt Rainer Schätz an, „werden in der Kerstingstraße 2 mehrere Veranstaltungen zur Geschichte des Hauses und des Domplatzes stattfinden. Interessierte sind schon jetzt herzlich eingeladen.“
Vielleicht kann man beim Gang durchs Haus dann auch einen Blick in den imposanten Gewölbekeller werfen mit seinem „geheimnisvollen Gang“, von dem einst Gertrude Jentzsch, geb. Bolte, erzählte, die von ihrer Kindheit an (1919) bis ins hohe Alter (1992) in der Kerstingstraße 2 gewohnt hatte. Oder in den „Blauen Saal“, um den sich manch erzählens- und hörenswerte Episode der Güstrower Geschichte rankt.
Lassen Sie sich am Tag des offenen Denkmals überraschen!
Quelle: Güstrower Stadtanzeiger Mai 2008, Hans-Albrecht Kühne
Theater Wismar - Eröffnung Foyer am 30.04.2008
Geburtsstunde für altes, neues Theater der Hansestadt
Wismar Graue Filigranplattenwände, OSB-Platten, große Fensterscheiben, Holzbalken, Theaterstrahler, Parkettfußboden, Deckenstrahler für die Heizung – das neue Foyer kommt schlicht und doch modern daher. Stelzenfrau Marie Antoinette sprach von der Geburtsstunde des Theaters und gebar wie zum Beweis unter ihrem Kostüm Theaterleiter Rainer Wilcken. Der freute sich über den „nachhaltigen Umbau des Wismarer Theaters“.
Im lichtdurchfluteten Foyer, 320 m2 groß und mit südlicher Ausrichtung zur Bürgermeister-Haupt-Straße, sind Tresen, Garderobe und Toiletten integriert. Die Kosten belaufen sich auf rund 670 000 Euro und sind damit um etwa 200 000 Euro höher ausgefallen als 2004 geplant. „Das ärgert uns gewaltig, hat aber auch nachvollziehbare Gründe wie gestiegene Baupreise“, erklärte Thomas Beyer (SPD), stellvertretender Bürgermeister.
Das war aber auch der einzige Wermutstropfen bei der feierlichen Einweihung bei strahlendem Sonnenschein am Mittwoch. Beyer erinnerte daran, dass sich zunächst die Hochschule am Theaterstandort entwickeln wollte. „Wir haben gestritten um den neuen Standort und um eine angemessene Form, aber nie, ob Wismar ein Theater braucht, das war unstrittig“, so Beyer, als Senator auch für Kultur zuständig.
An die Geschichte und die zu glättenden Wogen der Diskussion erinnerte auch Josef Seewald (SPD). Der Vorsitzende des Bauausschusses nannte als Beispiele für Standortalternativen den Sonnensaal, den Alten Hafen und das ehemalige Werft-Klubhaus, das für den Zweck sogar angekauft worden war. Doch ein Neubau (30 Millionen) sprengte jegliche finanziellen Möglichkeiten der Stadt. So sei letztlich der Kompromiss mit der Hochschule zustande gekommen.
Umrahmt von der Musik junger Flötenspielerinnen und einer plattdeutschen Einlage von Lisa und Willi Kuß sagte Professor Manfred Ahn, Prorektor der Hochschule: „Das Foyer ist das schönste Geschenk, das die Stadt der Hochschule zu ihrem 100-jährigem Jubiläum machen konnte.“ Auch er sprach von einem ersten Schritt und blickte hoffnungsvoll in die Zukunft, dass das Theater später für größere Tagungen und Konferenzen genutzt werden könne. Prof. Ahn nannte die Kooperation von Stadt und Hochschule als ein erfolgreiches Modell für Wismar.
Senator Thomas Beyer ließ keinen Zweifel daran, dass dem ersten „weitere Bauabschnitte in den nächsten Jahren folgen müssen. Wir wollen das schrittweise tun, es ist schön, dass der Anfang gemacht ist“.
Für Petra Voigt (SPD), Vorsitzende des Kulturausschusses der Bürgerschaft, gehört ein Theater „zu den elementaren Bedürfnissen der Bürger“. Sie frohlockte über steigende Besucherzahlen und das solide inhaltliche Konzept. Voigt: „Ich hoffe, dass das fast 60-jährige Provisorium endgültig abgelöst wird.“ Nach dem Theaterbrand 1949 in der Mecklenburger Straße dient der ehemalige Reitstall der Infanteriegarnison bis heute als Spielstätte.
Architekt Professor Martin Wollensak verfolgt mit dem Umbau das Ziel, die Flächen optimal zu nutzen, um den Energieverbrauch zu senken. „Wir entwickeln das Haus schrittweise zu einem Theater und Veranstaltungsort. Es kann das erste Theater mit einem Passivhausstandard werden“, so Wollensak, der das Foyer auch geeignet sieht für Ausstellungen und Frühschoppen.
Quelle: Ostsee-Zeitung, 02.05.2008 (Heiko Hoffmann)
Einweihung Mühlenscheune, D-18292 Kuchelmiß 20.03.2008
"Stolz und zufrieden"
War die Wassermühle bereits in den vergangenen Jahren ein Anziehungspunkt in der Gemeinde Kuchelmiß so ist sie es jetzt erst recht. Frisch saniert und erweitert wurde die Mühlenscheune Donnerstag feierlich wiedereröffnet. Die Saison ist eingeläutet.
KUCHELMIß - "Wir sind stolz und zufrieden", sagte Peter Hildebrandt, Bürgermeister von Kuchelmiß. "Jetzt ist alles komplett, wie wir es wollten." Die Mühlenscheune erhielt seit dem Spätherbst 2007 eine neue Wärmedämmung und Fußbodenheizung sowie einen Erweiterungsbau mit Sanitäranlagen. Zudem wurden die Außenanlagen des Mühlen-Ensembles neu gestaltet. Gesamtkosten 500000 Euro, wesentlich gefördert durch das Landwirtschaftsministerium M-V. Erst in dieser Woche, gerade noch rechtzeitig vor Saisonbeginn, wurde alles fertig.
Bürgermeister Hildebrandt verwies in seiner Festrede auf die lange Geschichte der Mühle und der Mühlenscheune, die nach der Wende leer stand und immer mehr verfiel. Die Gemeinde richtete schließlich alles wieder her und konnte 2003 die Außensanierung abschließen. Immer mehr wurde die Mühle zu einem Anziehungspunkt für Wanderer und Radtouristen in der Region. Neben der Scheune gehören heute noch das Mühlenmuseum und das Backhaus zum Ensemble. Der Mühlenverein kümmert sich um das Museum und veranstaltet zudem vier große Feste im Jahr auf dem Gelände. Anfang des Jahres hat die Gemeinde Kuchelmiß das Mühlenensemble nach zweijähriger Probezeit an die Fahrgastgesellschaft Krakow am See verpachtet.
Mit der Wiedereröffnung am Donnerstag wurde auch ein weiterer Informationspunkt des Landschaftspflegeverbandes Krakow am See-Mecklenburgische Schweiz zum Thema "Bilder eines Flusses" eröffnet. Wissenswertes rund um die Nebel ist hier in der Mühlenscheune zu sehen. Die Mühle ist außer montags täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Quelle: Schweriner Volkszeitung / Jens Griesbach /22. März 2008
Einweihung Campus-Kita, D-23966 Wismar, 10.03.2008
Auf dem Gelände der Hochschule wurde gestern eine der schönsten Kinder- Tagesstätten Wismars eingeweiht. Auch Jugendliche haben dort ein Zuhause.
Wismar OSB-Platten an Decken und Wänden, riesiger Bambus aus China als Trennwand, große Fenster, überdachter Spielplatz, wellenförmiges Dach – das „Haus Wellenreiter“ hat das gewisse Etwas. Gestern wurde für die Kinder- und Jugendeinrichtung auf dem Gelände der Hochschule Wismar die Einweihung gefeiert.
Ich möchte Enkelkinder!“, entfuhr es Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD), die voll des Lobes für das „sehr attraktive Haus“ war und der Hochschule und den Kinderwelt Wismar e. V. als Träger der Einrichtung beglückwünschte.
Das Haus „Wellenreiter“ beherbergt eine Kindertagesstätte mit 36 Krippen- und 18 Kindergartenplätzen sowie im Rahmen der Hilfen zur Erziehung eine Wohngruppe für bis zu zehn Kinder und Jugendliche (früher Kinderheim).
Der Kinderwelt Wismar e. V. war auch Bauherr des Projektes. Die Investitionssumme beläuft sich auf 1,65 Millionen Euro. Derzeit werden in der Campus-Kita 37 Kinder von Studenten und Hochschulangehörigen betreut. Das sichert ein Kooperationvertrag mit der Hochschule, die als besonders kinderfreundlich gilt. „Dadurch ist es jungen Studentinnen zum Beispiel möglich, zum Stillen auf kürzestem Weg vom Hörsaal in die Kita zu gehen. Außerdem werden flexible Betreuungszeiten angeboten und sogar Besucherkinder können nach Absprache betreut werden“, so Hochschul-Sprecherin Kerstin Baldauf.
Die Kita ist wochentags von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Elf Erzieherinnen betreuen die Mädchen und Jungen. Kinderwelt-Geschäftsführerin Ute Schmidt erinnerte gestern an die Anfänge, die bis in das Jahr 2003 zurückreichen. Damals ging es um den Umbau der Kita „Plappersnut“ am Köppernitztal, deren Träger ebenfalls der Kinderwelt e. V. ist. Ein Angebot für Kinder Studierender kam zur Sprache, im Oktober 2005 war dies auf dem Campus im Haus 21 realisiert, doch die acht Plätze waren schnell belegt. Für die Zukunft wünscht sich Ute Schmidt möglichst auf der Welle zu bleiben oder im Ernstfall ein Wellental schnell zu durchschreiten.
Jugendsenator Thomas Beyer (SPD) würdigte, dass die Angebotsvielfalt in Wismar mit der Einrichtung gewonnen habe. Die Stadt, so Beyer, beteilige sich an den Investitionskosten. Aktuell werden in der Hansestadt 42 Prozent der Krippen-, 98 Prozent der Kindergarten- und 65 Prozent der Hortkinder in Einrichtungen bzw. von Tagesmüttern betreut. „Das ist eine tolle Quote, mit der wir uns sehen lassen können“, so der Senator. In Richtung Landesregierung kritisierte er, dass die höhere Inanspruchnahme der Kindereinrichtungen zu höheren Elternbeiträgen führen könne, da das Land seinen Anteil deckele.
Hocherfreut über die Campus-Kita zeigte sich Rektor Professor Norbert Grünwald. Zum 100-jährigen Jubiläum der Hochschule passe diese „phantastische Einrichtung“, die ein Beweis für die Kinderfreundlichkeit der Hochschule Wismar sei.
Architekt Prof. Martin Wollensak ließ die kurze Bauzeit von nur sechs Monaten und den Umweltgedanken nicht unerwähnt. Und: „Hier wurden fast alles Materialien aus Wismar verbaut: von Hüttemann, Klausner und Egger.“ Stolz auf die neue Einrichtung ist auch Philipp Eick. Der 14-Jährige ist einer der derzeit acht Bewohner der benachbarten Wohngruppe im „Haus Wellenreiter“, die von vier Erziehern betreut werden. Die drei Mädchen und fünf Jungen im Alter von 5 bis 15 Jahren konnten ihre Zimmer individuell gestalten. Mit Wohnküche, Fernseh- und Computerecke stehen auch Gemeinschaftsräume zur Verfügung. „Mir gefällt es hier richtig gut“, sagt der Hansa-Fan und hofft auf den Klassenerhalt.
Quelle: Ostsee-Zeitung, 11.03.2008 - HEIKO HOFFMANN
"Envelope", D-23966 Wietow, Grundsteinlegung, 06.08.2007
Mehr als 200 Fachleute kamen bei einem Internationalen Kongress für erneuerbare Energien im Solarzentrum M-V zusammen.
Vom "Energieland 2020" war die Rede, als Wirtschaftsstaatssekretär Rüdiger Möller (CDU) die Presse darüber informierte, worüber Experten sich am Sonntag und gestern im Solarzentrum Wietow austauschten. Davon, dass Mecklenburg-Vorpommern in Sachen erneuerbarer Energien schon jetzt bundesweit an der Spitze steht und diese Position festigen will: ...
... Zum Abschluss legte Lübows Bürgermeister Wolfgang Lüdtke gemeinsam mit Möller und Schmidt den Grundstein für den Ausbau des Solarzentrums. Auf 600 Quadratmetern entsteht ein Labor- und Forschungskomplex.
Auszüge: Ostsee-Zeitung, 07.08.2007
Richtfest Campus-Kita "Haus Wellenreiter" Wismar, 10.07.2007
Seit gestern weht die Richtkrone über der ersten Campus-Kintertagesstätte des landes auf dem gelände der Hochschule Wismar. Der Verein Kinderwelt e.V. investiert 1.35 Mio € in das Projekt.
Zum Beginn des Wintersemesters Anfang September wird die kombinierte Einrichtung 36 Plätze in der Krippe und 18 Plätze im Kindergarten anbieten. Die Einrichtung der Kita ist Teil des Entwicklungskonzepts der Hochschule zu einer familiengerechten Bildungs-, Arbeits- und Forschungsstätte.
Quelle: Ostsee-Zeitung, 11.07.2007
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Tag der Architektur, 23.+24.06.2007
Am o.g. Wochenende findet der Tag der Architektur statt.
In Mecklenburg-Vorpommern werden in 42 Orten 72 verschiedene Bauvorhaben von Architekten und Landschaftsarchitekten vorgestellt. Neben den Architekten tragen auch die Fachplaner - und damit u.a. auch die Statiker - ihren Anteil zur erfolgreichen Fertigstellung der Objekte bei.
Wir freuen uns über die öffentliche Präsentation eines von uns mit bearbeiteten Bauvorhabens - dem Wohnhaus, Dorfstr.8, 23992 Lüdersdorf.
Die Bauherren Ursula und Wilfried Bär wünschten sich ein Wohnhaus in ökologischer Bauweise mit viel Raum zum Leben. Ein wohngesundes Haus für sich und die Familie, die zeitweise zu Besuch kommt um Erholung in der Natur zu suchen. Das Wohnzimmer reicht bis zu den Kehlbalken des Dachstuhls und die Fenster eröffnen einen unverbauten Blick in die mecklenburger Landschaft. Das Haus wurde in rationeller Holztafelbauweise errichtet und mit unbehandeltem Lärchenholz verkleidet, was mit der Zeit eine natürlich Patina entwickelt. Die Wärme wird durch eine Holzpelletheizung in Kombination mit einer Solarthermieanlage erzeugt.
Eine 5KW Photovoltaikanlage speist Strom ins Netzt und liefert weit mehr Strom als von den Bewohnern verbraucht wird. Da ein Anschluß an die öffentliche Kanalisation nicht möglich war, wird das Schmutzwasser über eine biologische Kleinkläranlage gereinigt und über eine Versickerung dem natürlichen Stoffkreislauf wieder zugeführt. Die äußere Form des Gebäudes besitzt eine signifikante Silhouette, greift regionale Bezüge auf und fügt sich organisch in das dörfliche Umfeld ein.
Auszüge aus dem Begleitheft zum Tag der Architektur 2007
Verein baut auf Campus Kita für 1,5 Millionen € (Grundsteinlegung am 07.03.2007)
Noch erstreckt sich eine matschige Fläche auf dem Campusgelände, hinter dem Theater und dem Wonnemar. Bis September soll hier die Kindertagesstätte " Wellenreiter" entstehen, in dem vor allem für den Nachwuchs der Studenten und Mitarbeiter der Hochschule 54 Betreuungsplätze zur Verfügung stehen werden. Ute Schmidt, Geschäftsführerin des Träger "Kinderland e. V., verstaute gestern gemeinsam mit Rektor Prof. Norbert Grünwald unter anderem eine OSTSEE-ZEITUNG in der Schatulle und legte damit den Grundstein für den Bau.
Seit September 2005 betreibt der Verein schon die "Campus-Kita", die ein provisorisches Quartier in Räumen unter dem Dach des Hauses 21 fand. Die 18 Plätze - zwölf in der Krippe, sechs im Kindergarten - konnten den Bedarf jedoch nicht decken. Im neuen Haus soll es eine Gruppe mit 18 Kindergartenkindern geben sowie zwei Krippengruppen mit insgesamt 36 Plätzen. Es werden flexible Betreuungszeiten angeboten, die Eltern semesterweise variieren können. Außerdem haben sie Zukaufsmöglichkeiten für Prüfungsphasen oder Studienfahrten. Zusätzlich gibt es - ganz neu - zehn Dauerwohnplätze für Kinder, die in ihren Familien vorübergehend nicht mehr versorgt werden können, mit Vollzeitbetreuung. Es ergänzt den ebenfalls vom "Kinderland" betriebenen Kinder- und Jugendnotdienst.
1,5 Millionen Euro kostet der Neubau, der über Kita-Beiträge finanziert wird. "In der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest haben wir einen Kreditgeber gefunden", sagt Ute Schmidt. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die unmittelbare Nachbarschaft zur Hochschule viele Möglichkeiten zur Zusammenarbeit eröffnet, insbesondere im Hinblick auf eine frühe Förderung. Damit trifft sie auf offene Ohren der Kleinen. "Wir sind eine familiengerechte Hochschule", strich der Rektor hervor, "und als einzige in Ostdeutschland auch als solche zertifiziert."
Bereits bei der Bauplanung konnte die Einrichtung ihre Kompetenzen einbringen. Architekt Prof. Martin Wollensak fungiert als Bauleiter und erklärte gestern am Modell, warum man sich ü¼r Holzbauweise entschieden hat: "Sonst wäre die Fertigstellung so schnell nicht möglich. Mitte April soll die Grundplatte liegen, für Ende April sei die Aufrichtung der Grundkonstruktion vorgesehen. Umweltbewusstsein und eine günstige Energiebilanz spielten auch eine Rolle bei der Entscheidung für natürliche Baustoffe.
In der Struktur des Neubaus soll sich das pädagogische Konzept des "Lebensbezogenen Ansatzes" wieder finden, das sich die Erziehung Heranwachsender zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten auf die Fahnen geschrieben hat. In zwei Häusern unter einem Dach, die durch einen Freibereich getrennt sind, sollen Integration und gegenseitige Akzeptanz gelebt werden - wie auch in den anderen vom Kinderland betriebenen Einrichtungen, zu denen auch die integrative Kita "Plappersnut" zählt.
(Quelle: Ostsee-Zeitung, 08.03.2007)
Tag des offenen Denkmals, 10.09.2006
Am 10.09.2006 fand der Tag des offenen Denkmals statt.
Wir haben uns über die öffentliche Präsentation eines von uns mit bearbeiteten Bauvorhabens sehr gefreut.
Das Gebäudeensemble Hinter dem Chor 13/15 in Wismar wurde in einer Bauzeit von ca. 15 Monaten aufwendig saniert. Neben den beiden Haupthäusern sind hofseitig ein jeweils dreigeschossiger Anbau und Kemladen vorhanden.
Wir gratulieren dem Planungsbüro Slopinski zu dem guten Entwurf und der "einfühlsamen" Bauleitung, die diesem denkmalgeschützten Gebäudeensemble in jeder Phase angemessen war.
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Tag der Architektur, 24.+25.06.2006
Am o.g. Wochenende findet der Tag der Architektur statt.
In Mecklenburg-Vorpommern werden 67 verschiedene Bauvorhaben von Architekten und Landschaftsarchitekten vorgestellt. Bei den vorgestellten Bauvorhaben des Hochbaues haben auch die Fachplaner - und damit u.a. auch die Statiker - ihren Anteil zur erfolgreichen Fertigstellung der Objekte beigetragen.
Wir freuen uns über die öffentliche Präsentation eines Bauvorhabens, bei dem wir mitarbeiten durften - der Bildungs- und Museumsscheune, Dorfstr.6, 18292 Linstow.
Auf diesem Wege gratulieren wir der Architektin, Frau Schmidtsdorf zu dem gelungenen Entwurf.
Die Bildungs- und Museumsscheune wurde 2004 bis 2005 in ökologischer Bauweise für das Wolhynier Umsiedler-Museum in Linstow errichtet.
Das Erdgeschoss mit dem großzügigen Veranstaltungsraum für max. 50 Personen und dem intergrierten russischen Lehmofen bietet Möglichkeiten für Bildungsveranstaltungen, Ausstellungen, Gemeinde- und Vereinsveranstaltungen. Das Dachgeschoss wird mit dem großzügigen Raum für Ausstellungen verwendet. In beiden Geschossen dominiert die sichtbare Holzkonstruktion und zeigt den typischen Bezug zu den historischen wolhynischen Scheunen.
Die Scheune wurde vorrangig mit Naturbaustoffen wie Tonziegel, Holz, Lehm und Reet errichtet. Die fießende Formstruktur konnte durch den Lehmputz und den gefasten Kanten der Holzbalken erreicht werden, sämtliche 90 Grad-Ecken wurden abgerundet. Das Scheunentor und die Schiebefensterläden ergänzen die Gesamtgestaltung der Scheune. Das Objekt wird über eine Sole-Erdwärmepumpe beheizt und bietet einen behindertengerechten Zugang und WC-Bereich.
Auszüge aus dem Begleitheft zum Tag der Architektur
Bauphysik-Preis 2005 des Verlages Ernst & Sohn
Aus Anlass des 25jährige Jubiläum der Zeitschrift "Bauphysik", deren erstes Heft im Oktober 1979 erschien, entschloss sich der Verlag Ernst & Sohn, in zweijährigem Rhythmus den Bauphysik-Preis auszuloben. "Bauphysik" ist die einzige wissenschaftlich-technische Fachzeitschrift, die sich als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Ingenieurpraxis mit dem komplexen Gebiet der Bauphysik beschäftigt.
Es ist Anliegen des Verlages, mit seinen Produkten (Fachzeitschriften und -büchern) und darüber hinausgehende Aktivitäten Ingenieure in ihrer Qualifikation und Kommunikation zu unterstützen und den Ingenieurleistungen des Bauwesens in der Öffentlichkeit die ihnen zustehende Aufmerksamkeit zu verschaffen, um das Selbstverständnis der Profession zu stärken.
Ein Wettbewerb verspricht die Erfüllung beider Ziele auf ideale Weise: Er eröffnet die Diskussion sowohl unter Fachkollegen als auch mit Auftraggebern und Planungspartnern. Im Ergebnis markiert er den Stand der Technik und die Richtung von Innovationen.
Der Wettbewerb vereint Projekte, die beispielhaft stehen für die Verschiedenartigkeit der Planungsaufgaben: von der Einzellösung der Wämebrückenproblematik in den Fensterbereichen eines denkmalgeschützten, vollklimatisierten Museumsbaus über Neubauvorhaben energiebewuߟter Bauherren bis hin zur Umnutzung von Gebäuden. Viele der Projekte sind beispielgebend für die zunehmende Integration bauphysikalischer Beratung beim Entwurf von transparenter, behaglicher und energiesparender Architektur.
Bewertet werden besondere, innovative Planungsleistung auf einem oder mehreren Teilgebieten der Bauphysik unter Berücksichtigung der funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterischen Rahmenbedingungen des Bauwerkes.
Der Bauphysik-Preis von Ernst & Sohn wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Unter den starken Partnern des Verlages - seinen Herausgebern, Autoren und Lesern - konnten wieder namhafte Vertreter des Fachgebiets für die Jury gewonnen werden.
Einladung zur öffentlichen Verleihung Bauphysik-Preis 2005
Donnerstag, 1. Dezember 2005 in Wismar
1.Preis - Kindertagesstätte "Plappersnut", Wismar
Projektpräsentation Prof. Dipl.-Ing. Martin Wollensak, IGEL Institut für Gebäude + Energie + Lichtplanung, Wismar
Deutschlandweit einzigartiges Projekt wurde am 29.03.2005 eingeweiht
Üer ein deutschlandweit einzigartiges Projekt wurde die Wismarer Kindertagesstätte "Plappersnut" am Köppernitztal komplett saniert.
Wismar: Michel und Alexei klettern auf dem Holzspielgerät, Silke Diehn beobachtet die beiden dreijährigen Jungen. "Es macht Spaß, die Bedingungen sind toll", sagt die Erzieherin der integrativen Gruppe. Während draußen im Schatten das Thermometer auf kühle acht Grad zeigt, spielen die Kinder bei 25 Grad im Wintergarten. Unter einem lichtdurchlässigen Folienkissen-Dach, ohne Heizung. Die neue Kinderwelt zwischen zwei Haushälften ist 54 m lang und 18 m breit. Spielgeräte aus Holz und Korb, die Spielflächen bestehen aus Holzbohlen, Sand, Spänen und Kieselsteinen, Sträucher werden noch gepflanzt, im Lehmbackofen wurden gestern früh Brote gebacken. Stahlträger stützen die Dachkonstruktion. Der Verbinderbau aus DDR-Zeiten ist gewichen.
Die Kinderkombination, von der es allein in Wismar typgleiche Kitas am Kagenmarkt und in Wendorf gibt, ist nach der Sanierung nicht mehr wiederzuerkennen. Vater der neuen "Plappersnut" in der Zanderstraße ist Prof. Martin Wollensak. Zwei seiner drei Kinder haben die "Plappersnut" besucht. "Als ich die Kinder in die Einrichtung gebracht habe, sind mir Gedanken gekommen, was man verändern könnte", so Wollensak. Unter seiner Leitung sowie von Prof. Thomas Römhild vom Institut für Gebäude + Energie + Licht Planung der Wismarer Hochschule wurde die Sanierung unter dem Titel "Demonstrationsvorhaben zur energetischen Verbesserung der Bausubstanz" durchgeführt und nun nach einem Jahr Bauzeit abgeschlossen.
"Ziel der Maßnahme", so Architekt Wollensak, "ist die drastische Minderung der laufenden Betriebskosten durch Energieeinsparung." Auf ein Drittel der bisherigen Kosten sollen sie sinken. Wollensak: "Der Grundgedanke ist die Vermeidung der sehr aufwändigen Dämmung der Vielzahl von Außenflächen." Durch den Abriss der verbindenden Erschließungsflure und die Überdachung des Zwischenbereiches musste letztlich deutlich weniger gebaut werden, dafür sind aber 1000 m2 überdachte Spielfläche entstanden. Die Technik lässt mit kontrollierter Lüftung, Photovoltaik, Verschattung, solargestützter Warmwasserbereitung, Wärmepumpen und Energiesparlampen keine Wünsche offen.
Die Kosten von rund zwei Millionen Euro (684 000 Euro der Bund, 615 000 das Land, 700 000 Euro die Stadt) wären bei einer konventionellen Komplettsanierung ähnlich hoch gewesen, so Prof. Wollensak.
Die Integrative Kindertagesstätte ist mit 182 Kindern, darunter 32 mit Behinderung und 12 im Krippenalter, voll ausgebucht. Die Plappersnut-Mitarbeiter hatten im Zuge der Privatisierung der städtischen Kitas die Einrichtung in freie Trägerschaft übernommen und mit Partnern den Trägerverein Kinderwelt Wismar e.V. gegründet. Eigentümer des Gebäudes ist die Stadt.
Interessierte sind am Sonnabend, dem 2. April, von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür willkommen.
Quelle: Ostsee-Zeitung, HEIKO HOFFMANN Mittwoch, 30. März 2005













































































