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Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ 2011

Note „sehr gut“ für die Nachhaltigkeit

„Plus Energie Schule Rostock“ ist Preisträgerin im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ 2011

 Das „Institut für Gebäude + Energie + Licht Planung“ aus Wismar ist mit dem Konzept zur „Plus Energie Schule Rostock“ Preisträger im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ 2011. Die Rostocker Schule ist eines von drei deutschen Leuchtturmprojekten zur energieeffizienten Schulsanierung. Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern hat die „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock“ (KOE) die Umsetzung des Projektes übernommen. Im Rahmen des umfangreichen Energie- und Bausanierungskonzeptes wird der Schulstandort Mathias-Thesen-Straße 17 in Reutershagen mit Hilfe nachhaltiger Systeme so saniert, dass mehr Energie erzeugt wird, als zum Betrieb der Schule erforderlich ist. Zum Einsatz kommen innovative energietechnische Lösungen mit einer neuen architektonischen Qualität. Eine Photovoltaikanlage sowie kleine Windenergieanlagen werden die künftige Stromversorgung übernehmen. Die über den Eigenbedarf der Schule hinaus produzierte Energie wird dann ins öffentliche Netz eingespeist. Auf diese Weise verdeutlicht die „Plus Energie Schule Rostock“ vorbildlich, wie ein effizientes Immobilienmanagement zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt.

Mit der „Plus Energie Schule Rostock“ ist das Institut einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank prämiert werden.

Hermann Freiherr von Blomberg von der Deutschen Bank in Rostock zeichnete das energieeffiziente Schulgebäude als „Ausgewählten Ort 2011“ aus und betonte anlässlich der Preisverleihung: „Die Plus Energie Schule Rostock ist ein herausragendes Projekt mit vorbildhafter energietechnischer Lösung. Effizient und umweltschonend – einfach clever!“ 

Repräsentativ für alle beteiligten Unternehmen und Förderer nahm Oberbürgermeister Roland Methling den Preis entgegen. Er kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein. Die Plus Energie Schule ist eines der wichtigsten Schulsanierungsvorhaben in unserer Stadt und wird Reutershagen und unsere kommunale Schullandschaft insgesamt enorm aufwerten. Ich danke allen Partnern für das große Engagement im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler.“

Pressekontakte:
Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt RostockNico Seefeldt
Tel. 0381 4611-636, nico.seefeldt@koe-rostock.de

Die Pressemitteilung, Präsentation sowie weitere Informationen können unter

www.koe-rostock.de heruntergeladen werden.

 

Quelle:  Hansestadt Rostock, Der Oberbürgermeister
Presse- und Informationsstelle, 18050 Rostock
Verantwortlich: Ulrich Kunze
Tel. 0381 381-1417, -1418; Fax 0381 381-9130
E-Mail: presse@rostock.de

Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern 2008 - Belobigung (2.Preis)

Die Landesbaupreise 2008 sind am 04.09.2008 im NDR Landesfunkhaus Schwerin vergeben worden.
„Die Preisträger stehen mit ihren Arbeiten exemplarisch für den hohen Stand der Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Staatssekretär Sebastian Schröder anlässlich der Verleihung.

Mit dem Landesbaupreis werden herausragende Bauwerke in Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. Erstmalig wird der Landesbaupreis in den Kategorien „Bausumme bis 500.000 €“ und „Bausumme ab 500.000 €“ ausgelobt. Auslober sind gemeinschaftlich das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern sowie die Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern. Ausgezeichnet werden alle am Bau beteiligten Architektur- und Ingenieurbüros mit dem Bauherren gemeinsam. Der Landesbaupreis wird alle zwei Jahre verliehen.
Belobigt wurde u.a. die Kindertagesstätte "Haus Wellenreiter" in Wismar.

Beurteilung des Preisgerichtes:

Dieses Projeket, städtebaulich unspektakulär, am Rande des Hochschulgeländes zu einer waldartigen Grünzone gelegen,ist in seiner inhaltlichen Zielsetzung umso spektakulärer. 
...     Das neue Gebäude schafft dafür eine offenkundig ideale Hülle. Unterteilt - nicht getrennt - durch eine zentrale Eingangshalle, werden unter einer einheitlichen Holzkonstruktion die Räumlichkeiten für die zuvor benannten Nutzungen entwickelt. Nicht nur das haptische, ja insgesamt sinnliche Material Holz kommt der angestrebten Nutzung entgegen, sondern vor allem die große Varianz der kind- und jugendgerechten Raumangebote. Besonders im Hortbereich gibt es eine Fülle unterschiedlichster Raumdimensionen, Nischen, Höhenversätze: Eben alles, was zur Aufnahme von Vielfalt beiträgt, das zentrale Thema für die Kindesentwicklung in der Entwicklungspsychologie.
Die Detailarbeit ist ganz auf das Material Holz abgestellt und zeugt von großer Erfahrung und Passion. Die Ausführung ist durchgehend auf einem hohen handwerklichen Niveau.

Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern 2006 - Belobigung (2.Preis)

Der Landesbaupreis 2006 ist am 1. September an die Architekten-GmbH Busmann + Haberer aus Berlin für den Neubau der Kriminaltechnischen Institute des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern in Rampe verliehen worden.
Die Preise sind vom Ministerium für Arbeit, Bau und Landesentwicklung, von der Architektenkammer und der Ingenieurkammer des Landes vergeben worden.
Der Landesbaupreis ist mit 5.000 Euro dotiert, der Sonderpreis Stadtumbau mit 2.000 Euro. Darüber hinaus hat die Jury zwei Belobigungen ausgesprochen, die mit Prämien von je 1.250 Euro verbunden sind.  

Belobigt wurde das Demonstrationsbauvorhaben Kindertagesstätte "Plappersnut" in Wismar, für das sich Professor Martin Wollensak vom Institut für Gebäude+Energie+Licht-planung der Hansestadt verantwortlich zeichnet. Nach Ansicht der Juroren ist die Verbindung eines innovativen energetischen Konzepts mit hoher architektonischer Qualität beispielhaft. Zwei in Plattenbauweise errichtete Zeilenbauten sind mit einem verglasten unbeheizten Zwischenraum verbunden worden, der die Nutzungsmöglichkeiten des Areals deutlich erweitert und verbessert. Positiv zu bewerten sei außerdem der Forschungsaspekt - für die Giebelseiten sind neuartige Vakuum-Dämmpaneele verwendet worden. An der Planung waren die Wismarer Ingenieurbüros Peter Schenk und Frank Barkowski unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Georg-Wilhelm Mainka der Universität Rostock beteiligt.
Der Landesbaupreis wird alle zwei Jahre verliehen.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Bau und Landesentwicklung)

Bauphysik-Preis 2005 des Verlages Ernst & Sohn - 1.Preis

Zum zweiten Mal wird der Bauphysik-Preis für besondere Planungsleistungen auf den Gebieten Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz vergeben. Der Bauphysik-Preis wird vom Verlag Ernst & Sohn - Herausgeber der gleichnamigen Zeitschrift - ausgelobt, um eine breite Öffentlichkeit für die Bedeutung bauphysikalischer Betrachtungen im Entwurf und in der Planung wirtschaftlicher Gebäude zu sensibilisieren.
Der Jury gehörten herausragende Vertreter der Beratenden Ingenieure, aus Forschung und Lehre und aus der Industrie an. Unter Vorsitz von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Nabil A. Fouad ermittelte sie aus 14 Projekten zwei gleichrangige Preisträger: 

Preisträger: Kindertagesstätte "Plappersnut", Wismar
Baujahr: 1972
Fertigstellung Sanierung: 2005
Bauherr: Hansestadt Wismar
Architekt/Ingenieur: IGEL Institut für Gebäude + Energie + Licht Planung, Wismar/Ingenieurbüro für Baustatik, Dipl.-Ing. Peter Schenk, Wismar
wissenschaftliche Begleitung: Lehrstuhl für Baukonstruktionen und Bauphysik, Universität Rostock, Außenstelle Wismar 

Die Jury begründet zum Preisträger Kindertagesstätte "Plappersnut", Wismar:
"Der größte Anteil des aktuellen Bauvolumens in der Bundesrepublik Deutschland liegt im Bestand. Dabei stellt die bauphysikalische, insbesondere die energetische Sanierung der Gebäude eine besondere Herausforderung dar. Die erfolgte Sanierung der Kindertagesstätte "Plappersnut" in Wismar ist in diesem Zusammenhang ein überzeugendes und gelungenes Beispiel. Die herausragende Leistung bei diesem Bauvorhaben liegt in der ganzheitlichen Betrachtung sowie Lösung der architektonischen, bauphysikalischen und baukonstruktiven Probleme des bestehenden Altbaus, einem typischen Großtafelbau in den neuen Bundesländern. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Vorhabens wurde ein beispielhaftes Konzept mit relativ geringen finanziellen Mitteln umgesetzt.
Neben einer räumlichen Veränderung mit verbesserten Nutzungsmöglichkeiten und der Überdachung des Freiraums zwischen den beiden Gebäudeteilen als energetische Pufferzone wurde die Bausubstanz der Kindertagesstätte in wärmeschutztechnischer Hinsicht ertüchtigt bzw. saniert. Eine Verbesserung der wärmeschutztechnischen Eigenschaften der Außenwandelemente wurde durch eine Dämmung mit großflächigen Vakuum-Isolationspaneelen erzielt, unter Berücksichtigung der baukonstruktiven Probleme im Zusammenhang mit den vorhandenen Fugen zwischen den Stahlbetonfertigteil-Wandelementen des bestehenden Gebäudes. Diese sind zum einen in Wärmedämmverbundsysteme integriert und zum anderen als additive Fassaden-Paneele angeordnet worden.
Hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes setzte man auf die Aktivierung der Gebäudemassen, die Wärmeabfuhr durch eine "Nachtlüftung" (Nachtabkühlung) sowie auf die Anordnung einer einfachen Fassadenbekleidung im Hofbereich, die neben der gestalterischen Aufwertung und der Verbesserung der Akustik auch eine Verschattung der Gebäudeaußenwände bewirkt. Weiterhin wurde eine thermisch getrennte Zweikammer-ETFE-Folienkonstruktion mit integrierter, steuerbarer Verschattung entwickelt und eingesetzt.
Die Ausstattung des Gebäudes mit technischen Anlagen wurde auf ein sinnvolles Maß beschränkt. Hierzu gehören eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, eine Wärmepumpenanlage, eine unterstützende Solarthermie sowie eine bedarfsgerechte Regulierung der mehrstufigen Beleuchtung.
Für die Kindertagesstätte "Plappersnut" in Wismar stellte die Jury heraus, dass innovative Planungsleistungen auf mehreren Teilgebieten der Bauphysik vollbracht und Möglichkeiten zur Verbesserung der Bausubstanz im Bestand aufzeigt worden sind."